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Datum: 18.07.2022

Neuregelung der Rücknahme von Elektro-Altgeräten im Handel

Seit dem 01. Juli 2022 nehmen Supermärkte, Discounter und größere Drogeriemärkte kleine Elektrogeräte bis zu einer Größe von 25 Zentimetern Seitenlänge kostenlos zurück. Ab diesem Datum gilt eine gesetzlich bindende Verpflichtung für den Handel zur Rücknahme von Kleingeräten wie Wasserkocher, Rasierapparat, Smartphone und ähnlichen Kleingeräten. Und zwar unabhängig davon, ob diese Geräte in den entsprechenden Geschäften ursprünglich gekauft wurden oder ob gleichzeitig ein neues Gerät erworben wird.

Hintergrund für diese neue Regelung ist, dass am 01. Juli eine im Elektro- und Elektronikgerätegesetz (ElektroG) gewährte Übergangsfrist abgelaufen ist. Die jetzt geltende erweiterte Rücknahmeverpflichtung im Handel, in Supermärkten, in Lebensmitteldiscountern und großen Drogeriemärkten bedeutet für die Verbraucherinnen und Verbraucher, dass zu den vorhandenen kostenlosen Rücknahmestellen viele neue hinzugekommen sind.

Durch den Gesetzgeber werden große Hoffnungen in die Sammlungen im Handel gesetzt: Die Entsorgung kleinerer Geräte kann jetzt ganz einfach mit dem Wocheneinkauf an den entsprechenden Stellen verbunden werden. Auf diesen vereinfachten Wegen sollen die Erfassungsmengen an Altgeräten gesteigert werden. Denn nur wenn die Altgeräte vor ihrer Verwertung bestmöglich separiert und gesammelt werden, können die enthaltenen Schadstoffe gesichert und die ebenfalls enthaltenen Wertstoffe zurückgewonnen werden.

Auch Batterien und Akkus sind wegen ihres Ressourcen- und Schadstoffgehaltes fachgerecht zu entsorgen, sie gehören in keinem Fall in den Hausmüll. In erster Linie sollten sie überall dort, wo Batterien zum Kauf angeboten werden, in die aufgestellten Sammelboxen abgegeben werden. Diese bereits seit Jahren bestehende Rücknahmepflicht für Altbatterien und Akkus im Handel ermöglicht den Bürgerinnen und Bürgern, ihre ausgedienten Energiespender bequem und umweltgerecht zu entsorgen.