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Glas-Recycling

Glas ist ein wertvoller Rohstoff, der ohne Qualitätseinbußen beliebig oft in den Schmelzprozess zurückgeführt und wieder zu neuen Produkten verarbeitet werden kann. Die einzige Voraussetzung ist, dass das Glas korrekt entsorgt wird, damit es im Anschluss entsprechend aufbereitet werden kann. Und das bedeutet, dass unterschiedliche Glasarten auch unterschiedlich entsorgt werden müssen!

Der wichtigste Rohstoff für neue Glasverpackungen ist und bleibt Altglas, also das Glas aus dem Recycling.

Wussten Sie, dass es bundesweit etwa 300.000 Altglas-Sammelcontainer gibt, die an den Straßen stehen?

Hier hinein gehört ausschließlich Behälterglas aus Verpackungen. Daher die große Bitte:
Werfen Sie nur Behälterglas in die Glascontainer – keine Bleikristallgläser, keine Glühbirnen, kein Porzellan und kein Steingut!

Fremdstoffe, wie Keramikteilchen und Steine, bilden Einschlüsse im neuen Glas, dieses Glas kann daher nicht verwendet werden.
Außerdem schmelzen verschiedene Glasarten bei unterschiedlichen Temperaturen. Aus diesem Grund gehört feuerfestes Glas wie beispielsweise Glaskannen aus der Kaffeemaschine nicht in die Glascontainer. Auch Flachglas, Fensterscheiben oder Spiegel dürfen nicht in die Glascontainer geworfen werden. Eine Abgabemöglichkeit für derartige Gläser bietet die KAW am Entsorgungspark Hameln gegen Gebühr an.


Wenn Sie Behälterglas in den „Glas-Iglus“ entsorgen, achten Sie bitte auf die richtige Farbsortierung. Meist gibt es Sammelbehälter für weißes, grünes und braunes Glas. Es ist wichtig, Flaschen und Konservengläser in den richtigen Container einzuwerfen, denn wenn durch falsche Glasfarben ein buntes Scherben-Gemisch im Container entstanden ist, lässt sich das nicht wieder auseinandersortieren! Aus bunten Scherben kann beispielsweise kein weißes Glas mehr entstehen.

Übrigens: Blaues oder rotes Altglas gehören zum Grünglas. Die grüne Glasfarbe verträgt den größten Anteil an Fremdfarben, ohne dass sich die Farbe verändert.
In speziellen Sortieranlagen wird das Glas nach Farben getrennt aufbereitet und dabei Fremdstoffe entfernt. Diese Maschinen sortieren auch Deckel und Verschlüsse heraus, die recycelt oder verwertet werden. Diese brauchen also vor dem Einwerfen in die Glascontainer nicht unbedingt von den Verpackungsgläsern entfernt zu werden.

Ein weiterer wichtiger Punkt in Sachen Klima- und Ressourcenschutz: Da recyceltes Glas bei niedrigeren Temperaturen als die zur Glasherstellung erforderlichen Rohstoffe schmilzt, sinkt der Energiebedarf, wenn Glasscherben zugesetzt werden. Außerdem spart das Einschmelzen von Altglas Rohstoffe wie Quarzsand, Soda und Kalk ein. Das trägt ebenfalls zur Verringerung der dem Herstellungsprozess anrechenbaren Umweltbelastungen bei. Und: Eingeschmolzenes Altglas braucht nicht deponiert zu werden, es bleibt im Kreislauf!

Zu diesem Thema hat Abfallberaterin Anne Schnückel vor kurzem einen Beitrag bei Radio Aktiv gemacht. Der Podcast ist in unserer Mediathek zu finden.

Hören Sie doch einfach mal rein!

26.08.2022